Giorgi
Tabatadze
Giorgi Tabatadze ist ein georgischer Künstler mit Wohnsitz in Amsterdam. Er studierte an der Tbilisi State Academy of Arts und setzte seine Ausbildung am Sandberg Institute in den Niederlanden fort. In seinem Projekt Mediagraffiti (2013) verwandelte er georgische Fernsehnachrichten in Mosaike, die er in den Straßen von Tbilissi installierte.
Wie die Mosaike der Antike besitzen diese Arbeiten eine dauerhafte, fast ewige Präsenz. Sie thematisieren die sozialen und politischen Veränderungen in Georgien nach der Rosenrevolution und bewahren die Ereignisse sowie deren Absurdität vor dem Vergessen.
Nowadays, the main character media is, that circulation of news is more important than the content itself. To a certain extent, modern media produces 24-hour butterflies. News will complete a 24-hour cycle and will die, replaced by another ones. I wanted a halt, a pause of this accelerated time.
Giorgi Tabatadze
Das Projekt stellt die Sinnhaftigkeit der Medien grundsätzlich in Frage, wenn diese nur kurzfristig berichten, solange es Schlagzeilen gibt, und dann wieder verstummen, ohne dass derartige Vorkommnisse Konsequenzen hatten. Mit seinen Mosaiken deckt Tabatadze wiederkehrende Muster im Verhalten der Gesellschaft auf, mit der Aufforderung, diese zu durchschauen und zu durchbrechen.
These topics may well be perceived simply as funny or tragic [...] Instead of "funny" or "tragic," we could see inner laws and inner logic of our time. we could have a chance to understand our times.
Giorgi Tabatadze